Actualité de l’autre côté
Wenn’s auf der Bühne blitzt – und die Feuerwehr Bescheid weiss
01.03.2026
Für die jüngste Produktion «Rente gut – alles gut» setzte die Theatergruppe erstmals Pyrotechnik ein, um Gewitter-blitze zu simulieren. In den eigenen Reihen befindet sich glücklicherweise ein ausgebildeter Pyrotechniker mit allen nötigen Ausweisen – die Feuerpolizei erteilte die Bewilligung ohne Einwände. Doch was einfach klang, entpuppte sich organisatorisch als Herausforderung: Weil die Brandmeldeanlage für die Effekte vorübergehend deaktiviert werden musste, bestand die Stadt als Vermieterin auf einer externen Fachfirma. Kostenpunkt: 280 Franken pro Abend! Nach mehreren Telefonaten fand sich eine pragmatische Lösung – die Abwarte der Halle übernahmen den Dienst für 90 Franken pro Vorstellung. Aus dieser Erfahrung zieht die Theatergruppe wertvolle Lehren:
• Pyrotechnik darf nur von zertifizierten Fachpersonen eingesetzt werden.
• Vorab muss geklärt werden, ob eine Brandmeldeanlage vorhanden ist – und wer sie bedienen darf.
• Eine feuerpolizeiliche Bewilligung ist Pflicht.
• Der Vermieter sollte unbedingt informiert werden.
• Und: Die Kostenfrage besser frühzeitig klären – so bleibt das Blitzgewitter auf der Bühne – und nicht im Budget.
Wenn das Schicksal doppelt zuschlägt – und doppelt rettet
Gleich zweimal musste eine Theatergruppe aus der Innerschweiz innerhalb weniger Jahre einen plötzlichen Ausfall kompensieren – und beide Male fand sich eine überraschend gute Lösung: Bei einem Freilichttheater erlitt der Hauptdarsteller kurz vor den Aufführungen einen Arbeitsunfall und fiel komplett aus. Glücklicherweise war die Haupt-rolle als einzige doppelt besetzt, sodass der Ersatzspieler ohne Verzögerung übernehmen konnte. Die Premiere konnte wie geplant stattfinden. Ein paar Jahre später traf es den Verein erneut – diesmal doppelt: Zuerst musste ein befreundetes Märchentheater kurzfristig auf eine Spielerin verzichten, worauf jemand aus der eigenen Truppe ein-sprang. Kurz darauf, wenige Tage vor der eigenen Premiere, brach sich ein Schauspieler das Bein. Diesmal revan-chierte sich das Märchentheater und stellte einen Ersatz. Die Rolle – ein psychisch angeschlagener Müller mit nur drei Textzeilen – passte perfekt, und das Publikum bekam von der hektischen Rettungsaktion nichts mit.
Gemeinsam stark und gut vernetzt – wenn das Ensemble zusammenhält
Eine Theatergruppe aus der Ostschweiz musste gleich mehrfach erleben, wie rasch sich eine Produktion verändern kann, wenn jemand plötzlich ausfällt: Zuerst mussten zwei
Paru dans N° 1/2026 — mars, page 26.